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Erfahrungsberichte

Major T

Hi Ihr Alle,
allen die auf der Party am 24.06.06, zur Feier des 25 jährigen Bestehen der WRG (Wolfgang Rosenthal Gesellschaft), bei der Hessischen Sportjugend in Wetzlar waren einen lieben Gruß von dieser Stelle.

Es war für uns, ohne jede Übertreibung einer der größten Auftritte aller Zeiten. Meine Freunde aus der Band haben mich zum ersten Mal aus einer anderen Sicht wahrgenommen. Sie haben zum Teil, noch nie jemand anderen mit einer doppelten Spalte gesehen. Alle haben sich sehr über euch, eure Stimmung und Eure Gastfreundlichkeit gefreut. Es war eine Riesenparty und bei diesem Wetter ein wunderschönes Open Air.
Es war schon immer mein größter Wunsch zu singen und Menschen mit meiner Musik, wenigstens für einen Abend glücklich zu machen.

Ich war ca. 10 Jahre im Sprachunterricht und habe eine fünf jährige Gesangsausbildung absolviert. Ich singe zu Hochzeiten, Feiern jeder Art, aber auch auf Beerdigungen oder in KRANKENHÄUSERN. Für die zwei letzten Anlässe habe ich jedoch (bisher) immer eine persönliche Beziehung benötigt, mind. jedoch eine Vorbesprechung. Dabei begleite ich mich selber mit der Gitarre oder singe zu einem Playback. Meinen Lebenstraum, eine eigene Band, habe ich mir vor ca. acht Jahren erfüllt. Ich bin der Gründer, Bandleader und Frontsänger dieser Band.

An diesem Abend wurde ich an vieles aus meiner Kindheit erinnert. Ich bin ein Außenseiter gewesen und als ich mit fünf anfing zu singen, bin ich so oft ausgelacht worden (frei nach dem Motto, was nicht sein darf kann auch nicht sein) das ich nur noch für mich alleine gesungen habe. Viel später hat mir eine Freundin die Anfänge des Gitarrespielens beigebracht und mich dazu ermutigt zu singen. Damals war ich ca. 17 Jahre alt.

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An das Auslachen von damals und den damit tief verbundenen Schmerz der Ablehnung, hat mich an diesem Abend besonders ein kleiner Junge erinnert. Ich habe mich in ihm wieder erkannt und bin sicher dass wir viele Gemeinsamkeiten haben. Alle Kinder waren vollauf begeistert, haben mit getanzt und Luftgitarre gespielt. Er jedoch tat das, was ich an seiner Stelle auch getan hätte. Er hat sich aus einem Stock ein Mikrophon gebastelt, kräftig mitgesungen und mich in der Show unterstützt.

Er hatte an diesem Abend zwei entscheidende Vorteile im Vergleich zu mir damals. Er hat liebende Eltern und an diesem Abend hatte er ein Vorbild, einen Sänger zum anfassen der genauso aussieht wie er nämlich mich.

In diesem Moment bin ich mir meiner Rolle im Zusammenhang mit meiner Biographie zum ersten Mal voll bewusst geworden. Ich habe eine gewisse Verantwortung gefühlt. Eine Verantwortung gegenüber allen Betroffenen die mit dieser Sache vielleicht nicht so gut klar kommen, besonders jedoch den Kindern und Jugendlichen gegenüber. Denn ich weiß aus eigener Erfahrung was Musik alles bewirken kann:

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Ein Kind muss nicht besonders begabt sein um Musik zu machen, eine Begabung kann sich auch erst später einstellen, muss aber nicht. Die Zeit der Beschäftigung mit Musik ist nie ein Fehler. Ich bin seit meinem dritten Lebensjahr in einem Trommelverein. Prof. Dr. Krüger, gestorben 2003 aus Bonn, hat damals aus integrativen Gründen zu einem Vereinsbeitritt geraten. Ein direkter Nachbar war im Vorstand von einem Trommelverein. Krüger war die Art des Vereins egal, es hätte auch ein Sportverein sein können, es war der reine Zufall.

Das Gefühl der Verantwortung, hat mich dazu bewegt in diesem Forum, bzw. auf diese Homepage zu schreiben und Kontakt zu denjenigen zu suchen, denen ich durch meine Musik etwas geben kann. Insofern ich dazu in der Lage bin beantworte ich gerne Fragen zu meinem Fach.

Leider habe ich einen sehr vollen Terminkalender, so dass eine Antwort ein paar Tage dauern kann.