Hallo,
also, grundsätzlich wäre es natürlich gut, in einer Klinik zu entbinden, welche auch eine Mund.- Kiefer.-und Gesichtschirurgie hat. Die Fachärzte dieser Abteilung operieren auch Säuglinge und Kinder und sind u.a. auf Spaltbildungen spezialisiert. Allerdings werden die Kinder nicht direkt nach der Geburt, sondern erst ab ca. 4. Lebensmonat operiert, da sie auch ein gewisses Gewicht erreicht haben müssen. Der Zeitpunkt kann aber je nach Operationskonzept etwas variieren.
Es ist aber auch nicht schlimm, in einer Klinik mit angeschlossener Kinderklinik zu entbinden ( ohne Mund-Kiefer und Gesichtschirurgie ). Wenn die Kinder sonst gesund sind, können sie nach der Geburt auch bei der Mutter bleiben, sollte es wider Erwarten doch ein etwas schwieriger Start ins Leben werden, so ist eine angeschlossene Kinderklinik sicherlich hilfreich. In der Regel verweisen die Kliniken nach der Geburt eines Spaltkindes auf das nächste Spaltzentrum und " vermitteln " sozusagen die weitere Behandlung durch den Spezialisten.
Allerdings wissen Sie ja schon vorher, dass Ihr Kind eine Spalte haben wird und können sich im Vorfeld mehrere Kliniken ( Kiefer.- und Gesichtschirurgische Abteilungen bzw. Ärzte ) ansehen. Es ist nämlich wichtig, Vertrauen zum jeweiligen Chirurgen und OP Konzept zu entwickeln. Man kann dann schon im Vorfeld den Behandlungsbeginn und erfragen und nach der Entlassung aus der Entbindungsklinik das Kind beim Chirurgen seines Vertrauens vorstellen. Man muss also nichts über´s Knie brechen !
Viele Grüße und alles Gute zur Geburt. B.Dreibholz  |